Schnell-Vergleich: ING vs Trade Republic auf einen Blick
Du hast nur 2 Minuten? Hier stehen beide Broker direkt gegenüber – die wichtigsten Punkte zu Kosten, ETF-Auswahl, Zinsen, App und Service. Die Details kommen weiter unten.
| Kriterium | Etablierte DirektbankING | NeobrokerTrade Republic |
|---|---|---|
| Depot eröffnen | Depot eröffnen → | Depot eröffnen → |
| Depotgebühren | Kostenlos* | Kostenlos |
| Sparplan-Gebühr | 0 € (Aktions-ETFs) | 0 € |
| Sparplan ab | 1 € | 1 € |
| Anzahl ETF-Sparpläne | ~800 kostenlos | ~2.400 ETFs |
| Order-Kosten | 2,90 € + 0,25 % | 1 € pro Trade |
| Zinsen aufs Cash | Eher zurückhaltend | Ja (bis 50.000 €) |
| App-Qualität | ⭐⭐⭐ (solide) | ⭐⭐⭐⭐⭐ (sehr modern) |
| Kundenservice | Telefon + Chat | Nur Chat / In-App |
| Girokonto möglich | Ja (Vollbank) | Nein (Cash-Konto + Karte) |
* Stand Juli 2026. Konditionen können sich ändern. ING: Depot kostenlos ab einem Trade pro Quartal oder aktivem Sparplan. Trade Republic: 1 € Fremdkostenpauschale pro manueller Order.
Die Kurzfassung
Willst du Konto und Depot bei einer etablierten Bank bündeln, legst Wert auf echten Telefon-Service und planst vielleicht später auch Tagesgeld oder einen Kredit? Dann spricht viel für die ING. Suchst du eine moderne App, günstige Trades, Krypto und Sparpläne ab 1 €, ist Trade Republic meist die bessere Wahl. Beide sind solide – es kommt auf deinen Typ an.
Die ING im Detail: die etablierte Direktbank
Die ING – früher als ING-DiBa bekannt – ist seit 1965 in Deutschland aktiv und mit über 9 Millionen Kunden die größte Direktbank des Landes. Sie gehört zur niederländischen ING Group, einer der größten Bankengruppen Europas, und wird regelmäßig als beliebteste Bank Deutschlands ausgezeichnet. Kurz: Das hier ist alles andere als ein Start-up.
Der entscheidende Unterschied zu Trade Republic: Die ING ist eine Vollbank. Das Depot ist nur eines von vielen Produkten. Wer ohnehin ein ING-Girokonto oder Tagesgeld hat, bekommt das Depot praktisch mit zwei Klicks dazu – ein Login, eine App, eine Steuerbescheinigung am Jahresende. Das Depot ist kostenlos, solange du mindestens einen Trade pro Quartal machst oder einen aktiven Sparplan hast. Und im Gegensatz zu den meisten Neobrokern erreichst du den Service auch per Telefon.
Stärken
- Etablierte Direktbank seit 1965, über 9 Mio. Kunden
- Vollbank: Girokonto, Tagesgeld, Kredite, Baufi + Depot
- Über 800 Aktions-ETFs im Sparplan kostenlos
- Echter Telefon-Service – nicht nur Chat
- Depot und Konto unter einem Login
- BaFin-reguliert, Teil der Einlagensicherung
Schwächen
- Manuelle Orders teuer: 2,90 € + 0,25 % (min. 9,90 €)
- App wirkt klassischer und weniger modern
- Kein Cashback wie das Saveback von Trade Republic
- Cash-Verzinsung eher zurückhaltend
- Keine wöchentlichen Sparpläne, kein Krypto
ING Depot ansehen
Kostenloses Depot (ab einem Trade oder Sparplan pro Quartal), über 800 kostenlose Aktions-ETFs, Girokonto und Tagesgeld kombinierbar – solide für langfristige Anleger.
Zum AnbieterWenn du tiefer einsteigen willst: In unseren ausführlichen ING Depot Erfahrungen findest du alle Konditionen, App-Funktionen und Nutzerbewertungen im Detail.
Trade Republic im Detail: der moderne Neobroker
Trade Republic wurde 2015 in Berlin gegründet und hat das Investieren für eine ganze Generation neu definiert: eine radikal einfache App, ein Preis, kein Papierkram. Seit 2023 ist Trade Republic selbst eine BaFin-regulierte Vollbank (Trade Republic Bank GmbH) – davor lief das Geschäft über die Solaris SE. Damit ist der Neobroker längst erwachsen geworden.
Das Modell ist bewusst schlank: Sparpläne sind komplett kostenlos, manuelle Trades kosten pauschal 1 € pro Order. Dazu kommen eine Visa-Karte mit Saveback (1 % deiner Kartenzahlungen fließen automatisch in einen ETF, maximal 15 € im Monat), Zinsen auf das Cash-Guthaben bis 50.000 € und die Möglichkeit, direkt in der App auch Kryptowährungen zu handeln. Wer mehr Details will, findet sie in unseren Trade Republic Erfahrungen.
Stärken
- Sehr moderne, minimalistische App
- Nur 1 € pro Trade – egal wie groß die Order
- Rund 2.400 ETF-Sparpläne, alle kostenlos ab 1 €
- Saveback + Visa-Karte: Cashback fließt in den ETF
- Zinsen aufs Cash-Guthaben bis 50.000 €
- Krypto direkt in der App handelbar
Schwächen
- Kundenservice nur per Chat / In-App – kein Telefon
- Kein vollwertiges Girokonto (Dispo, Baufi etc.)
- Weniger Recherche-Tools und Fundamentaldaten
- Zinssatz an EZB-Leitzins gekoppelt und variabel
- Kein klassischer Bank-Ansprechpartner vor Ort
Trade Republic ansehen
Kostenlose Sparpläne ab 1 €, 1 € pro Trade, Saveback und Zinsen aufs Cash – ideal für alle, die modern und günstig investieren wollen.
Zum AnbieterKosten: Wer ist günstiger?
Beim Sparplan sind beide praktisch gratis – bei einzelnen Käufen trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer den Vergleich Trade Republic vs ING rein aus Kostensicht betrachtet, landet schnell bei einer Frage: Sparst du nur, oder kaufst du auch mal gezielt eine Aktie oder einen ETF außerhalb der ING-Aktionsliste?
Trade Republic verlangt eine Fremdkostenpauschale von 1 € pro Order – unabhängig von der Größe. Die ING kostet 2,90 € Grundgebühr plus 0,25 % vom Ordervolumen, mindestens aber 9,90 €. Bei kleinen bis mittleren Beträgen ist das ein spürbarer Unterschied:
| Ordervolumen | ING | Trade Republic | Differenz |
|---|---|---|---|
| 500 € | 9,90 € | 1,00 € | +8,90 € |
| 1.000 € | 9,90 € | 1,00 € | +8,90 € |
| 5.000 € | 15,40 € | 1,00 € | +14,40 € |
| 10.000 € | 27,90 € | 1,00 € | +26,90 € |
Ein Beispiel zur Einordnung (kein realer Test, nur eine Rechnung): Wer pro Jahr 10 manuelle Käufe à 1.000 € tätigt, zahlt bei der ING rund 99 € Gebühren – bei Trade Republic 10 €. Über 10 Jahre sind das fast 900 € Unterschied. Für aktive Käufer ist das ein echter Faktor. Wichtig ist aber die Einschränkung: Beim reinen ETF-Sparplan spielt das keine Rolle, weil beide dort gebührenfrei sind.
Die einfache Faustregel
Sparst du nur regelmäßig in einen Welt-ETF, sind beide praktisch kostenlos. Kaufst du auch mal gezielt einzelne Aktien oder ETFs außerhalb der Aktionsliste, ist Trade Republic mit 1 € pro Order deutlich günstiger. Die ING lohnt sich kostenseitig vor allem, wenn du ihre Aktions-ETFs besparst und selten manuell handelst.
ETF-Sparpläne: beide stark, Trade Republic flexibler
Hier ist die Ausgangslage überraschend nah beieinander. Trade Republic bietet rund 2.400 ETF-Sparpläne – alle kostenlos, ab 1 € pro Ausführung und wahlweise wöchentlich, zweiwöchentlich, monatlich oder quartalsweise. Die ING kommt auf über 800 kostenlose Aktions-ETFs, ebenfalls ab 1 €, aber ohne wöchentliche Option.
Für die meisten Einsteiger ist das kein Drama: Die Klassiker wie MSCI World, FTSE All-World oder S&P 500 sind bei beiden kostenlos besparbar. Relevant wird der Unterschied erst, wenn du gezielt Nischen-ETFs suchst oder wöchentlich sparen willst – dann hat Trade Republic die Nase vorn. Noch nie einen Sparplan eingerichtet? Unser Schritt-für-Schritt-Guide zum ETF-Sparplan zeigt dir, wie es in unter 10 Minuten geht – egal bei welchem Broker.
Bedienung: Trade Republic moderner, ING klassischer
Trade Republic gilt als Maßstab für moderne Broker-Apps: aufgeräumt, schnell, in wenigen Sekunden vom ETF zur fertigen Order. Wer zum ersten Mal investiert, versteht die App oft ohne Anleitung. Genau das hat Trade Republic groß gemacht.
Die ING-App ist funktional und zuverlässig, wirkt im direkten Vergleich aber klassischer und etwas weniger schlank – sie ist eben das Werkzeug einer Vollbank und nicht nur eines Brokers. Dafür hat sie einen anderen Vorteil: Banking und Depot stecken in einer App. Girokonto, Kreditkarte, Tagesgeld und Wertpapiere laufen unter einem Login. Für reine Sparplan-Anleger reicht das völlig; wer modernes Design und maximale Geschwindigkeit liebt, wird bei Trade Republic eher glücklich.
UX-Fazit in einem Satz
Willst du das schnellste, modernste Erlebnis, ist Trade Republic die angenehmere App. Willst du Banking und Depot an einem Ort und legst keinen Wert auf Fintech-Optik, ist die ING völlig in Ordnung.
Service: ING Telefon, Trade Republic nur Chat
Das ist einer der klarsten Unterschiede – und für viele der entscheidende. Die ING bietet als etablierte Bank echten Telefon-Service. Wenn etwas klemmt, erreichst du einen Menschen, laut Nutzerbewertungen meist ohne lange Wartezeit. Gerade bei Steuerfragen, einer hängenden Überweisung oder einem fehlgeschlagenen Ident ist ein Anruf oft schneller gelöst als ein Chat-Verlauf über zwei Werktage.
Trade Republic setzt – wie die meisten Neobroker – ausschließlich auf In-App-Chat und E-Mail. Die Antworten sind in der Regel solide, kommen aber nicht immer sofort. Wer telefonischen Support gewohnt ist und schätzt, hat bei der ING einen klaren Vorteil.
Extras: Krypto und Karte gegen Vollbank-Angebot
Hier trennen sich die beiden Welten am deutlichsten – und zwar in beide Richtungen. Trade Republic bringt die modernen Extras mit: eine Visa-Karte mit Saveback, bei der 1 % deiner Kartenzahlungen automatisch in einen ETF fließen, Zinsen aufs Cash-Guthaben und Kryptowährungen direkt in der App. Wer diese Bausteine im selben Konto haben will, bekommt das bei Trade Republic unter einem Dach.
Die ING kontert mit dem, was eine Vollbank eben kann: ein echtes Girokonto, Tagesgeld, Kredite und sogar Baufinanzierung – alles aus einer Hand. Krypto oder ein Saveback-Modell gibt es dafür nicht. Es ist also kein „mehr ist besser“, sondern eine Frage, welche Extras für dich zählen: die modernen Neobroker-Features oder das komplette Bankpaket.
Sicherheit: beide BaFin-reguliert
Kurze Antwort: Bei beiden ist dein Geld gut geschützt. Die ING ist seit 1965 als Direktbank in Deutschland aktiv, BaFin-reguliert und Teil der niederländischen ING Group. Trade Republic ist seit 2023 selbst eine BaFin-regulierte Vollbank (Trade Republic Bank GmbH) – davor lief die Abwicklung über die Solaris SE.
In beiden Fällen gilt: Dein Cash ist bis 100.000 € über die gesetzliche Einlagensicherung abgedeckt. Deine ETFs und Aktien sind Sondervermögen – sie gehören rechtlich dir und sind selbst dann geschützt, wenn der Broker insolvent würde.
Sondervermögen: Deine ETFs sind immer sicher
ETFs und Aktien in deinem Depot sind kein Firmenvermögen des Brokers. Sie werden als Sondervermögen verwahrt und können im Insolvenzfall nicht für Gläubigeransprüche herangezogen werden – egal ob bei der ING oder bei Trade Republic.
Depoteröffnung und Wechsel: schnell und unkompliziert
Beide Depots eröffnest du komplett digital per Personalausweis und Video- oder PostIdent. Bei Trade Republic dauert das real rund 10 bis 15 Minuten, alles läuft übers Smartphone. Bei der ING läuft die Eröffnung oft gemeinsam mit dem Girokonto, was praktisch ist, wenn du beides neu anlegst – als Bestandskunde geht es noch schneller.
Und falls du später merkst, dass der andere Broker besser passt: Ein Wechsel ist kein Drama. Ein Depotübertrag – egal ob ING zu Trade Republic oder umgekehrt – ist steuerlich neutral, in Deutschland kostenlos und du musst deine ETFs nicht verkaufen. Den Auftrag stellst du beim aufnehmenden Broker, die Wertpapiere wandern mit ihrer Steuerhistorie 1:1 mit. Üblich sind ein bis vier Wochen Bearbeitungszeit. Du legst dich heute also nicht für die Ewigkeit fest.
Für wen ist die ING besser?
Die ING ist die richtige Wahl, wenn du:
- Konto und Depot bei einer etablierten Bank bündeln willst
- Wert auf echten Telefon-Service legst, nicht nur Chat
- auch Tagesgeld, einen Kredit oder eine Baufinanzierung planst
- ohnehin ein ING-Girokonto hast oder eröffnen möchtest
- vor allem Aktions-ETFs besparst und selten manuell handelst
Für wen ist Trade Republic besser?
Trade Republic ist die bessere Wahl, wenn du:
- eine möglichst moderne, einfache App willst
- schon ab 1 € oder sogar wöchentlich sparen möchtest
- auch mal einzelne Aktien oder ETFs günstig kaufst (1 € pro Trade)
- Krypto und eine Karte mit Saveback nutzen willst
- beim Handeln jeden Euro an Gebühren optimieren möchtest
Übrigens: Wenn du Trade Republic gegen den anderen großen Neobroker abwägst, hilft dir unser Vergleich Trade Republic vs Scalable Capital bei der Einordnung.
Unsere ehrliche Empfehlung
Beide Broker sind solide – es gibt hier keinen klaren „Verlierer“. Die Wahl hängt schlicht von deinem Typ ab. Wenn wir es auf den Punkt bringen müssen:
Trade Republic ist der modernere, günstigere Broker mit der besten App, Sparplänen ab 1 €, Krypto und Karte – ideal, wenn dein Fokus auf einfachem, günstigem Investieren liegt. Die ING punktet, wenn du Konto und Depot bei einer etablierten Bank zusammenhaben willst, Telefon-Service zu schätzen weißt und vielleicht auch andere Bankprodukte nutzt. Der Vergleich ING Depot vs Trade Republic ist deshalb weniger „besser oder schlechter“ als „Bank-Komfort gegen Neobroker-Modernität“.
Und das Schöne: Du legst dich nicht für immer fest. Ein Depotübertrag ist jederzeit möglich, steuerlich neutral und kostenlos. Du kannst auch beide Anbieter parallel nutzen – etwa das Girokonto und Tagesgeld bei der ING und den ETF-Sparplan bei Trade Republic.
Depot eröffnen – kostenlos, in wenigen Minuten
Kein Mindestbetrag fürs Depot. Keine versteckten Kosten. Jederzeit wechselbar.
Fazit
ING vs Trade Republic ist kein Kampf zwischen Gut und Böse, sondern zwischen zwei Philosophien. Die ING bringt den Komfort und die Erreichbarkeit einer etablierten Direktbank mit – inklusive Girokonto, Vollbank-Angebot und Telefon. Trade Republic bringt die Einfachheit, den günstigen Preis und das moderne Erlebnis eines Neobrokers – inklusive Sparplänen ab 1 €, Saveback, Zinsen und Krypto.
Unser Rat bleibt der gleiche wie immer: Fang einfach an. Wähle den Broker, der zu deinem Typ passt, richte einen ETF-Sparplan auf einen breiten Welt-ETF ein und bleib dran. Die wichtigste Entscheidung ist nicht ING oder Trade Republic – es ist, überhaupt loszulegen. Wenn du noch andere Anbieter vergleichen willst, hilft dir unser Überblick zum besten Depot 2026.
